Baufortschritt bei Raubtiergehege – Einzug der Geparde rückt näher

Die Bauarbeiten am größten Gehege im Tiergarten Delitzsch befinden sich in den letzten Zügen. Zukünftig sollen in dem ehemaligen Braunbär-Gehege auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern Geparde gezeigt werden.

In der vergangenen Woche wurden mit tatkräftiger Unterstützung des Tiergarten-Fördervereins Gestaltungselemente auf der Außenanlage eingebracht, die den Großkatzen als Kletter- und Aussichtsplattformen dienen sollen. Aktuell werden Pflanzen gesetzt und die Elektrik im Innenbereich vervollständigt.

„Wir hoffen, den ersten Teil des Geheges bald fertigstellen zu können und einen ersten männlichen Geparden in Delitzsch begrüßen zu können“, blickt die Leitungsdoppelspitze Dr. Elisabeth Wiegand und Konstantin Ruske erwartungsvoll auf die nächsten Wochen.

Vorerst ist eine Teilung des Geheges in drei Areale vorgesehen. Ein Bereich soll als Absperrgehege zur Verfügung stehen, falls besondere Umstände die Separierung eines Tieres notwendig machen. Der Mittelteil der Außenanlage steht den Geparden zur Verfügung. Ein weiterer Bereich, der später mit dem Mittelteil zusammengeführt werden soll, wird bereits von zwei Spornschildkröten bewohnt. Diese sollen später mit den Geparden vergesellschaftet werden und eine gemeinsame Afrika-WG bilden.

Känguru-Nachwuchs lebt nun an der Mulde

Vom Lober an die Mulde heißt es für den Delitzscher Känguru-Nachwuchs. Die beiden männlichen Känguru-Jungtiere sind in der vergangenen Woche in den Tiergarten Eilenburg umgezogen. Sie werden dort aktuell noch etwas hinter den Kulissen betreut und gewöhnen sich gut ans neue Umfeld. Für Eilenburg handelt es sich um eine neue Tierart. Das verbliebene weibliche Jungtier wird zeitnah auch aus Delitzsch wegziehen.
Die Gruppe im Tiergarten der Loberstadt besteht dann aus vier adulten Damen und unserem schon etwas betagtem Männchen.

Spornschildkröten eingezogen

Seit Anfang August 2020 wohnen zwei männliche Sporn-Schildkröten im Tiergarten Delitzsch. Die männlichen Vertreter der drittgrößten Landschildkrötenart der Welt können bis zu 80 Kilogramm schwer werden und eine Rückenpanzerlänge von bis zu 80 Zentimetern erreichen.

Die zwei männliche Jungtiere stammen aus privater Haltung. Ursprünglich kommt die Art in der Sahel-Zone vor, weshalb die Tiere mit den extrem hohen Sommertemperaturen problemlos zurechtkommen.