Barockesel „Sissi“ steht am Anfang eines ambitionierten Vorhabens

Sie heißt Sissi, hat blaue Augen und helles Fell. Die einjährige Eselstute aus der Arche Alfsee ist seit Montag, dem 19. April 2021, neue Bewohnerin des Tiergartens in Delitzsch.

Auf Sissi setzt Tiergartenleiter Konstantin Ruske große Hoffnungen. Die Eselin soll am Anfang einer Zucht der hoch gefährdeten Haustierrasse „Österreichisch-ungarischer Barockesel“ in Delitzsch stehen. Ihre Nachkommen könnten später als flankierende Schutztiere für Schafherden, sogenannte „Herdenesel“, eingesetzt werden.

Weltweit gibt es derzeit nur 320 Barockesel – die Rasse ist also stark gefährdet. Noch bis in die späten 1980er Jahre galt die Rasse, deren Ursprünge in der Barockzeit liegen sollen, als ausgestorben. Mit damals in Österreich und Ungarn entdeckten Tieren begann die Nachzucht der auffällig aussehenden Tiere.

Im Freistaat Sachsen unterstützt das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) die Nachzucht der bedrohten Haustierrasse. Für die Anschaffung der Esel und die Renovierung des Eselstalls hat das SMEKUL dem Tiergarten Delitzsch im Rahmen des „eku Zukunftspreis 2020“ 9.000 Euro für die Einreichung „Erhalt seltener Haustierrassen für mehr biologische Vielfalt und ein ökologisches Lebensumfeld“ zuerkannt.

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